Verquer.Org: "Der wo schreibt" stellt sich vor

Guck ma' an! – Verquer.Org hat auch ein Gesicht.

"Es gibt eine Theorie, die besagt, wenn jemals irgendwer genau herausfindet, wozu das Universum da ist und warum es da ist, dann verschwindet es auf der Stelle und wird durch noch etwas Bizarreres und Unbegreiflicheres ersetzt. Es gibt eine andere Theorie, nach der das schon passiert ist."...
(Douglas Adams)

...der ich zufällig zustimme.

"Ein voller Terminkalender ist noch lange kein erfülltes Leben."...
(Kurt Tucholsky)

...was ich genauso sehe.

"Das Problem der Tretminen kann man nur Schritt für Schritt lösen."...
(Helmut Kohl)

...eben!

Verquer.Org: Persönlich
"Der wo schreibt" (45 Jahre)

Erinnerungen an meine Geburt

Keine Blumen, kein Sektempfang. Ernüchterung – noch vor dem ersten Rausch. Eine Abreibung mit einem groben Frotteehandtuch hinterließ einen befremdlich anmutenden Eindruck einer noch befremdlicheren Willkommenskultur. Ich warf erstmals einen genaueren Blick auf die Reiseunterlagen des Veranstalters: All inclusive – aber wirklich alles!

Was mir wichtig ist

Offenheit und Vertrauen – glücklicherweise einhergehend mit Ehrlich- und Aufrichtigkeit: Was man fühlt und denkt, was einen beflügelt, beschäftigt oder gar verletzt einander mitteilen und darauf vertrauen dürfen, dass die Wertschätzung meines Gegenübers auch wirklich mir und nicht einem Bild gilt, welches er von mir hat oder haben möchte.

Humor: Die Lage ist hoffnungslos, aber nicht ernst!

Als Kind glaubte ich,

...dass wir heute längst zu fernen Galaxien reisen könnten. Stattdessen klopft man sich die Schultern grün und blau, weil man es geschafft hat, einen Schaufelbagger in der Größe einer Spielzeugkiste auf einem rostroten Geröllhaufen abzusetzen. Da hätte man auch gleich einen Klappspaten absetzen können.

...dass ich mit Mitte/Ende Dreißig alles weiß und erfahren habe, was man wissen und erfahren haben muss, dass einen so gar nichts mehr aus der Ruhe bringt.

Ich wünschte,

ich könnte so richtig gut und so richtig laut singen. In meiner Vorstellung kann ich's und krieg manchmal 'ne Gänsehaut bei dem Gedanken, es einfach zu tun – und hab es mich doch noch nie so wirklich getraut.

Am "liebsten" sind mir die Menschen...

...die ach so gerne das stets einwandfreie, stubenreine, salonfähige Ideal der Toleranz hochhalten und in nicht wenigen Fällen Toleranz für das walten lassen, womit sie gar nicht oder nur nur selten in Berührung kommen.

...die Offenheit und Ehrlichkeit zu schätzen wissen – bis man es ist.

Macken (ein persönlicher Doppelband ist demnächst im Handel erhältlich)

Ich habe eher ein Augenmerk auf die Summe der Teile, welche ein Ganzes ausmachen, merke mir eher Feinheiten, denn Offensichtliches. So kann es passieren, dass ich hunderte Facetten ein und derselben Sache (oder eines Menschen) vor Augen habe – gleichzeitig und gleichwertig. Man könnte sagen, ich sei analytisch. Ich weiß nicht, ob ich es bin. Ich hab' den Krempel einfach im Kopf und kenne es nicht anders.

Ich vergesse häufig, woran ich die ganze Zeit denke, dass ich es nicht vergessen sollte.

Ich erledige etwas nebenher, vergesse, dass ich es erledigt habe, und glaube die ganze Zeit, ich hätte es noch zu erledigen.

Ich suche etwas und es liegt die ganze Zeit vor meiner Nase – da suche ich aber nicht, bzw. erwarte gar nicht, es dort zu finden.

Bei der Arbeit kommentiere ich jeden meiner Fehler mit nörgelnden Zurechtweisungen und lasse diesen Klugscheißer alsbald wissen, was er mich mal kann. Am Ende sitzen wir zwei dann grinsend da und behudeln uns mit Verständnis und Entgegenkommen. Danach habe ich meistens Freigang.

Unschönes, das ich tue und mir widerfahren ist

Den ein oder anderen Menschen nie oder viel zu selten gesagt zu haben, wie sehr ich sie schätze, liebe und vermisse!

2 Tumorerkrankungen (vom Tisch).

Locker bleiben!

Ich sehe die Dinge vollkommen undramatisch: Ich habe statistisch gesehen noch 22 Sommer vor mir. Für mich Anlass genug, mehr auf mein Herz und meinen Bauch zu hören, mir von meinen oder der Ansprüche anderer nicht das Kostbarste rauben zu lassen, von dem ich glaube, dass wir es besitzen: Zeit, um ein Leben zu führen, welches uns erfüllt und Liebe und Freude bereitet.

Und sonst so?

Ich singe in einem sich der Quantenfeld- und wiesentheorie verschriebenen Freejazz-Jodelverein: Die Melodeien basieren auf tonalen Unschärfe-Algorithmen, welche zu einer Rückkopplung im Bereich der oszillationssteuernden Hirnstromwellen führen. Die daraus resultierende, nichtlineare Stimulierung der Glottis klingt nicht immer schön, aber das zerebrale Hintergrundrauschen ist eine wahre Pracht.

Verquer.Org: Persönlich

Das Schönste, was ich mein "Eigen" nenne?

Gute Freunde, denen ich mich öffnen kann und darf und die mir vertrauen. Freunde, die das offene Wort als die Umarmung verstehen, die es ist. Freunde, die meine Stärken schätzen und mir aus meinen Schwächen keinen Strick drehen. Freunde, auf die ich zählen kann und die auf mich zählen dürfen, sind die Tage grau.

  • Dann lasse ich doch mal einen lieben Gruß hier und bedanke mich für immer mehr wirklich gute Artikel!

  • PigPen

    *Händeschütteln*
    *Umärmeln*
    *Staubabklopfen*

  • Phacops suebii

    Das war ja jetzt mal ein wirklich satirischer Artikel. Der wo schreibt, den gibt es doch gar nicht. das ist doch nur Internet, oder?
    *Tiefen Dank für die vielen tollen Artikel aussprechend *