Kita-Streik: Deutscher Städtetag droht mit Auswilderung von über 660.000 Kleinkindern

Die Aussiedlung von Kleinkindbeständen als Tarif-Druckmittel ist auch unter Kommunalpolitikern nicht unumstritten.

Nach dem Beginn des bundesweit unbefristeten Streiks von Erzieherinnen und Erziehern erhöhen die öffentlichen (kommunalen) Träger von Kindertagesstätten den Druck und drohen für den Fall einer Nichteinigung im vorliegenden Tarifstreit mit der Auswilderung von über 660.000 Kleinkindern unter 3 Jahren.

Laut dem Präsidenten des Deutschen Städtetages, Dr. Ulrich Maly, werden beftroffene Familien bereits ab dem heutigen Montag über die geplante Auswilderung informiert. Schon ab Mittwoch soll demnach mit der Kennzeichnung von Kleinkindern mittels Ohrmarken begonnen werden, um Wiederzusammenführungen von Familien in der Zukunft zu erleichtern.

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Eltern erhalten mit der Vorladung zur Kennzeichnung und Registrierung von Haus- und Nutzkleinkindern auch ein kindgerecht ausgestattetes Überlebens-Set für ihre Schützlinge. Nebst eines wind- und wasserdichten und auch als Zelt nutzbaren Kapuzen-Allwetterponchos sowie einer groben Baumwolldecke enthält es auch ein wundervoll bebildertes Überlebenshandbuch. Unter anderem finden sich darin zahlreiche illustrierte Zubereitungshinweise für im Wald erhältliche Grundnahrungsmittel wie Käfer, Erdwürmer oder Pflanzenwurzeln. Auch das Erlegen, Häuten und Ausnehmen von Kleintieren wie z. B. einem Wildkaninchen wird so zu einem Kinderspiel:

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Kritiker des Unterfangens verweisen auf "dramatische Lücken im Bundesjagdgesetz", welches den Schutz wild lebender Kleinkinder nicht eindeutig regelt. Anwohner von Kindertagesstätten beklagen indes die zu erwartende Schließung dieser Lücken.