Fehlende Betreuungsplätze: 228.000 Kleinkindern droht die Auswilderung

Notwendige Lebendohrmarkenpflicht für Kinder unter 3 Jahren auch unter Kommunalpolitikern nicht unumstritten.

Laut Pressebericht fehlt es derzeit in Deutschland an gut 228.000 Kinderbetreuungsplätzen. Die kommunalen Träger von Kindertagesstätten sehen sich derzeit jedoch außerstande, dem Bedarf zu entsprechen und beschlossen im Rahmen einer Sondersitzung die amtliche Auswilderung von unbetreuten Kleinkindbeständen – sollten private oder kirchliche Kindertagesstätten die Zahl von entsprechenden Stellen und damit verbundenen Plätzen nicht erhöhen.

Laut dem Präsidenten des Deutschen Städtetages, Dr. Ulrich Maly, werden beftroffene Familien bereits ab Montag über die geplante Auswilderung informiert. Schon ab dem darauf folgenden Mittwoch soll demnach mit der Kennzeichnung von Kleinkindern unter 3 Jahren mittels Ohrmarken begonnen werden, um Wiederzusammenführungen von Familien in der Zukunft zu erleichtern.

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Eltern erhalten mit der Vorladung zur Kennzeichnung und Registrierung von Haus- und Nutzkleinkindern auch ein kindgerecht ausgestattetes Überlebens-Set für ihre Schützlinge. Nebst eines wind- und wasserdichten und auch als Zelt nutzbaren Kapuzen-Allwetterponchos sowie einer groben Baumwolldecke enthält es auch ein wundervoll bebildertes Überlebenshandbuch. Unter anderem finden sich darin zahlreiche illustrierte Zubereitungshinweise für im Wald erhältliche Grundnahrungsmittel wie Käfer, Erdwürmer oder Pflanzenwurzeln. Auch das Erlegen, Häuten und Ausnehmen von Kleintieren wie z. B. einem Wildkaninchen wird so zu einem Kinderspiel:

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Kritiker des Unterfangens verweisen auf "dramatische Lücken im Bundesjagdgesetz", welches den Schutz wild lebender Kleinkinder nicht eindeutig regelt. Anwohner von Kindertagesstätten beklagen indes die zu erwartende Schließung dieser Lücken.

Dieser Artikel erschien bereits in ähnlichem Zusammenhang im Mai 2015

  • Phacops suebii

    Durch die große Anzahl an ausgewilderten Wölfen in Deutschland wird sich wahrscheinlich endlich wieder ein natürliches Verhältnis von Jägern und Beute ergeben und die armen Wölfe müssen sich nicht mehr bei den Schafherden bedienen.

    • Folgsame Lämmer gibt es ja denn auch genug und der Sage nach haben es die ein oder anderen Aussetzlinge mit Hilfe einer Wölfin schon weit gebracht.