Unsichere Zeiten – Soziologen schlagen Alarm: Immer mehr Menschen neigen zum Popeln

Das Nasenbohren (popeln) gilt als unschicklich, dennoch nimmt die Zahl der “Popler” zu. Für Professor Heidemark ein deutlicher Indikator für zunehmende Unsicherheit.

Immer häufiger ist das Straßen- und Gesellschaftsbild von Menschen mit mindestens einem Finger in der Nase gekennzeichnet. Für Professor Heidemark, Inhaber des Lehrstuhls für sozial-psychologische Forschung an der Universität München, ein deutlicher Indikator für wachsende Unsicherheit und Zukunftsangst: “Viele Menschen wissen angesichts der Wirtschaftskrise und des unsicheren Arbeitsmarktes nicht mehr wohin mit ihrer Angst und suchen Schutz und dies – so seltsam das klingen mag – in ihrer Nase. Der Finger in der Nase ist ein Symbol für das Bedürfnis nach Geborgenheit, Unterschlupf und Wärme.

Hinzu kommt bei vielen Betroffenen der weit bezeichnendere Umstand des Verzehrs des Nasensekrets. Professor Heidemark erklärt: “Der Verzehr des meist angetrockneten und verklumpten Nasensekrets trägt zur Eigenimmunisierung sowie der Versorgung mit Mineralstoffen bei und sorgt für einen Ausgleich des Salzhaushalts und ist somit ein deutliches Zeichen einer inneren Krisenbewältigung. Lediglich bei Kindern und Extremsportlern kann man diesen Vorgang als natürlich bezeichnen.

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Unbewusst: Viele Betroffene merken oft nicht, dass sie popeln

Viele Betroffene merken oft nicht, dass sie popeln. Auch die (im Falle des Nicht-Verzehrs) notwendige Entsorgung des Popels ist ein unbewusster Prozess – mit z. T. unästhetischen Folgen für die unmittelbare Umgebung. In der Regel werden nicht einsehbare Abwisch-Oberflächen wie Sessel-, Stuhl- oder Tischunterkanten bevorzugt. Fehlen diese jedoch, werden entweder die eigene Kleidung oder im Vorbeigehen auch offene Flächen wie Türen, Schubladen oder Wände genutzt.

Seifried Hansen, Inhaber und Verkaufleiter des Möbelhauses Hansen, kann ein Lied davon singen: “Lange Samstage und verkaufsoffene Sonntage sind ein Alptraum.”  In vielen Fällen kommt es bei größerem Andrang zu “spontanen Entladungen”, welche sich binnen kürzester Zeit auf den Oberflächen der zur Schau gestellten Möbelstücke ansammeln. “Die Reinigungsarbeiten ziehen sich dann bis spät in die Nachstunden hinein“, so der leidgeprüfte Händler.

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Seifried Hansen: “Lange Samstage und verkaufsoffene Sonntage sind ein Alptraum.”

P-Suppe.jpgBei uns verschmäht, andernorts eine Delikatesse: Während hierzulande Nasensekrete als Tabu gelten, wissen andere Nationen die körpereigenen Absonderungen zu schätze

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